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Anfangen & Mitmachen I

Veröffentlicht am 18.10.2019

Bericht von unserem ersten kleinen Gemeinschaftswochenende

Auterwitz, 6. Oktober 2019

Unser erstes kleines Gemeinschaftswochenende geht heute zu Ende.
Anfangen & Mitmachen I haben wir es getauft, und Anfangen & Mitmachen II wird nächstes Frühjahr folgen.

Wir haben zu zehnt, zeitweise zu zwölft, so viel erlebt an diesem Wochenende. Ganz entspannt sind wir zwischen gemeinsamer Arbeit und gemeinsamen Runden hin und her geschwungen und sind uns bei beidem näher gekommen. Ein kleines bisschen Gemeinschaftsgefühl wurde spürbar und wurde mit Neugier und Freude betrachtet. Mit ganz unterschiedlichen Hintergründen und ganz unterschiedlicher Motivation sind wir zusammen gekommen. Wir hatten gezielt eingeladen, mit uns den Anfang zu feiern und zu teilen, auch ohne konkrete Absicht, in eine (oder genau diese) Gemeinschaft zu ziehen.

Wir wollten zum Einen Ideen und Visionen aus möglichst vielen Perspektiven einladen, zum Anderen eben Gemeinschaft spürbar machen - und auch gemeinsam etwas schaffen an diesem Wochenende. Das ist rundum gelungen, für uns es hat sich ganz leicht angefühlt.
Wir haben krass viel geschafft in nur anderthalb Tagen: Männer vs. Haselnuss (die direkt an der Hauswand stand, und damit der Sanierung im Wege war) ging nach hartem Kampf zugunsten der Männer aus. Wein und Rosen wurden gepflegt und die Himbeeren gelichtet. (In Ermangelung einer Expertin oder eines Experten nach gründlicher Lektüre der Fachliteratur). Wildwuchs, der den Zaun bedrohte, wurde zu einer Himbeerwuchshilfe verarbeitet (sieht sehr professionell aus).

Das Himbeertal kann jetzt wieder auf einem begehbaren Pfad durchquert werden, weil Mengen von Totholz herausgeschleppt und mit Macheten (oder jedenfalls einem sehr ähnlichen Werkzeug) die Ranken bekämpft wurden. Der wirklich widerliche Keller wurde von der Decke bis zum Boden gesäubert und von Sperrmüll befreit. Die fünf Kröten, die dadurch leider ihren Unterschlupf verloren haben, müssen nun im Garten ihr Glück versuchen.

Jetzt haben wir plötzlich einen Keller, der nicht mehr Fluchtinstinkte, sondern Gedanken an die Einlagerung von Äpfeln weckt. Und wo ich nur einen Haufen Schrott sah, sah ein anderer eine Fahrradtour und zauberte zehn fahrtüchtige Fahrräder und ein Einrad hervor.
Wir wurden mit Ideen und Visionen beschenkt, was auf dem Mattheshof werden könnte. Musik, Naturerlebnis, Landwirtschaft, Pädagogik, Kooperationen mit Schulen, Herbergsbetrieb, Seminare, Achtsamkeit, Experimentierraum für Gemeinschaft und noch viel mehr haben wir alle in Bildern festgehalten. Ich glaube, mit jeder einzelnen Idee kann man hier einen neuen Beitrag füllen, und vielleicht sollten wir das auch tun. Eine Zusammenfassung würde der Kraft jedes einzelnen Bildes nicht gerecht werden.


Was mir jetzt gerade prägend in Erinnerung ist:
Macarenatanz in der Küche. Der Geruch des Holzofens in der ehemaligen Spinnstube, wo wir zusammensaßen. Gartenarbeit voller Vergnügen, während es regnete. Das erste Mal ganz durch den Keller laufen können. Das erste Mal fast alle Zimmer belegt. Die Akustik im Säulenraum, wo wir gegessen haben, wenn es draußen zu kalt war. Das Gefühl von Reichtum und Glück und Demut, während alle nacheinander ihre Visionen vorstellten. Die Leichtigkeit im zwar geplanten, aber dann ganz fließend entstehenden Ablauf. Die Umsicht, mit der alle mithalfen. Menschen kennenlernen, staunen. Die Freude, zu teilen, was Martin und mich bewegt. Der Stolz auf meinen Sohn, der seine Vision teilte, von "zusammen arbeiten" bis "Frieden". Vier köstliche Kuchen, davon zwei als Unterstützung aus dem Dorf geschenkt sowie ebenso ein als Unterstützung geschenktes zwei Gänge Menü für uns alle.
Die Nähe, die manchmal entstand, ganz vorsichtig. Die vielen Schuhe im Flur ...
Julia

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Veranstaltungen auf dem Mattheshof und in Auterwitz

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